- News
- Praxishilfen
- Wissen
- Berater und Dienstleister
- Beratung und Schulung
- Software
- Kontakt
Im Vergleich zu 2008 ist die Anzahl der Privatinsolvenzen in Europa deutlich gestiegen. Nach Recherchen von Creditreform wurden mit insgesamt 361.000 zahlungsunfähigen Verbrauchern europaweit in 2009 12,4 % mehr Fälle registriert als im Jahr davor (321.100). Ursache ist vor allem die Entwicklung in Frankreich (plus 27,8 %; 42.650 Fälle) und Großbritannien (plus 23,3 %; 156.850 Fälle). In Großbritannien hat sich die Zahl der Privatinsolvenzen seit 2005 fast verdoppelt. Mit 127.500 Betroffenen wurde der Vorjahreswert (126.330) in Deutschland nur leicht übertroffen (plus 0,9 %) Ähnliches gilt für Österreich (10.350, plus 7,5 %). In drei Ländern – Niederlande (minus 6,0 %), Schweiz (minus 5,3 %) und Schweden (minus 2,0 %) – verringerte sich dagegen die Zahl der Verbraucherinsolvenzverfahren.
Als Folge der steigenden Arbeitslosigkeit werden in Deutschland im Jahr 2010 weiter mehr Privatinsolvenzen erwartet. Möglicherweise werden bis zu 138.000 Privatpersonen laut Experten zum Insolvenzgericht gehen, um sich von ihren Schulden zu entlasten. Rund acht Prozent der deutschen Haushalte sind nach Angaben des verbraucherorientierten Instituts für Finanzdienstleistungen überschuldet. Das sind nahezu 3,3 Millionen, die insgesamt rund 120 Millionen Euro Schulden angehäuft haben – der 33.338 Euro je Haushalt
