Notwendigkeit von Bonitätsprüfungen

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Die Notwendigkeit die Bonität bzw. die Solvenz der Kunden zu beurteilen

Obwohl der „gesunde Menschenverstand“ es von vorneherein als sinnvoll und notwendig erscheinen lässt, sich mit Risiken generell und mit den Risiken von Forderungsausfällen und Zahlungsverzögerungen früh- und rechtzeitig auseinanderzusetzen, stellt sich trotzdem die Frage, ob es in jedem Fall notwendig ist, Bonitätsprüfungen der Kunden vorzunehmen.

In einigen, aber immer weniger werdenden Fällen ist das zweifelsohne nicht erforderlich. Überall dort, wo Geschäfte getätigt werden, ohne einen Lieferantenkredit zu gewähren, erübrigt sich eine (mehr oder weniger) aufwendige Bonitätseinschätzung des Kunden. Zahlt der Kunde sofort bei Erhalt der Ware in bar, besteht nicht das Risiko, dass die Forderung ausfallen könnte, weil sie quasi gleichzeitig mit ihrem Entstehen auch bereits ausgeglichen wird (z.B. bei ein Barverkauf von Lebensmitteln auf dem Markt). Aus dem Blickwinkel der dadurch möglichen Umsatzausfälle, hat diese Form der Geschäftsabwicklung aber immer mehr und häufiger Grenzen und die Lieferung auf Kredit (oder auf Ziel) wird über den jetzt bereits sehr hohen Stellenwert hinaus, künftig noch zunehmend an Bedeutung gewinnen. Bei den Kunden ist nach wie vor der „Zielkauf“ die beliebteste Art und Weise, die Einkäufe im Netz zu bezahlen. So haben zum Beispiel nach einer aktuellen Untersuchung von Bitkom Research (2016) 70 Prozent der Internetkäufer bereits einen Kauf auf Rechnung getätigt.

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