Creditreform: Unternehmensinsolvenzen in Europa

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anhaltende Entspannung bei Unternehmensinsolvenzen

In Westeuropa (EU-15, Norwegen und die Schweiz) hat sich das Insolvenzgeschehen weiter beruhigt. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen lag im Jahr 2015 4,0 Prozent unter dem Vorjahreswert. Mit 174.891 registrierten Insolvenzfällen (2014: 182.132) ist die Zahl der betroffenen Unternehmen aber nach wie vor höher als vor Aus-bruch der Finanzkrise 2008.

Nur vier der 17 untersuchten westeuropäischen Länder verzeichneten im Jahresvergleich 2014/15 einen Anstieg der Insolvenzzahlen: Portugal, die Schweiz, Luxemburg und Frankreich. Bei einer insgesamt sehr geringen Fallzahl verzeichnete Griechenland den stärksten Rückgang, gefolgt von Spanien und den Niederlanden.

Insbesondere in den Mittelmeerländern und in Irland (den sogenannten GIIPS-Staaten), in denen die Zahl der Unternehmensinsolvenzen während der Finanzkrise und der anschließenden Rezession stark angestiegen war, zeichnete sich eine Entspannung mit rückläufigen Unternehmensinsolvenzen ab. Das Insolvenzniveau bleibt im längerfristigen Vergleich aber hoch.

In Großbritannien und in Deutschland setzte sich die gute Wirtschaftslage mit sinkenden Insolvenz-zahlen fort, so dass mittlerweile das Vorkrisenniveau unterschritten wird. Frankreich verzeichnet dagegen ein konstant hohes Insolvenzniveau, das Ausdruck der schleppenden wirtschaftlichen Dynamik ist.

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