- News
- Praxishilfen
- Wissen
- Berater und Dienstleister
- Beratung und Schulung
- Software
- Kontakt
Nach Ansicht der Bundesbank eignet sich zur Analyse der Ertragslage deutscher Unternehmen die Eigenkapitalrendite oft weniger als die Umsatzrendite. Besonders bei kleineren Firmen ergeben sich oft extrem hohe Eigenkapitalrenditen, die aber nicht die tatsächliche Ertragslage anzeigten. Die Eigenkapitalrendite variiert mit der Firmengröße und ist auch abhängig von der Rechtsform sowie bilanzpolitischen Wahlrechten.
Die Umsatzrendite dagegen ist eindeutiger. Sie ergibt sich aus dem Verhältnis von Vorsteuergewinn zu Umsatz, während sich die Eigenkapitalrendite aus der Relation von Vorsteuerergebnis zum bilanziellen Eigenkapital ergibt.
Nach Ansicht der Bundesbank haben die hohen Eigenkapitalrenditen bei kleineren Firmen wenig Aussagekraft. Vergleiche von Eigenkapitalrenditen seien allenfalls bei Kapitalgesellschaften sinnvoll.
Als Beispiel wird angeführt, dass im Einzelhandel Unternehmen mit weniger als zwei Millionen Euro Umsatz im Jahr 2007 auf Eigenkapitalrenditen von knapp 130 % gekommen seien. Manche Firmen mit einem Umsatz von mehr als zwei Millionen Euro hätten eine Quote von mehr als 40 % erreicht.
